Hätte Kleopatra es auch so gemacht?

Wir sind zurück aus den erholsamen Ferien auf dem Lande und der Alltag hat uns wieder. Das heißt Kindergartenpartys, Haushalt, Alltagssorgen. Auch ist es immer wieder erstaunlich: sobald man zurück in der Großstadt ist, werden die Kinder krank. Wir haben gerade wieder eine dieser höllischen Wochen hinter uns: alle drei Kinder litten an extrem hohem Fieber, begleitet von unterschiedlichsten Symptomen (die ich hier aus ästhetischen Gründen nicht weiter erörtern möchte!).

 

Während ich mal wieder in schlaflosen Nächten durch die Wohnung schlich, immer ein jaulendes, wimmerndes oder hustendes Kind im Arm wiegend, fragte ich mich, wie Jackie O. oder Hillary Clinton diese Situationen gemeistert haben?

 

Wie wäre es wohl weitergegangen, nachdem Mr. Darcy und seine Elizabeth Bennet endlich geheiratet und Sprösslinge bekommen hätten? Wäre ein Thermomix angeschafft worden und wäre er als aufopfernder Vater stundenlang mit seinem kranken Kind die endlosen Gänge seines Pemberley Anwesens entlang gewandert?

 

Wie wäre die Geschichte wohl ausgegangen hätte Cesar immer wieder die falsche Windelgröße aus dem Dorf mitgebracht und hätte er Kleopatra immer noch so verehrt, hätte er heimkehrend Kinder-Kacki an ihrer niedlichen Nase entdeckt?

 

Wäre Prinzessin Leia immer noch eine leidenschaftliche Liebste für Han Solo gewesen, wenn er sie immer wieder mit den Influenza-kranken Zwillingen allein gelassen hätte, um große Abenteuer in der Galaxie zu bestreiten. Ganz nach dem Motto: „Möge die Nacht mit Dir sein“?

 

Hätte Julia ihren Romeo immer noch so angehimmelt, wenn der Familienalltag eingekehrt wäre? Wenn Romeo, in ihrer gemeinsamen Verona-Altbauwohnung, nie den Klodeckel heruntergeklappt hätte? Wie hätte sie sich verhalten, wenn das jährlich gemeinsame Weihnachtsfest mit der verfeindeten Großfamilie anstünde?

 

Bei Barbie und Ken sah das immer Alles so einfach aus: immer eine Top Figur (von wegen Schwangerschaftsstreifen und Co.), immer die perfekte Frisur und ein Dauergrinsen im hübschen pickel-freien Gesicht, nebenbei spielend Kinder und den Haushalt meisternd.

 

Ich begnüge mich damit zu vermuten, dass auch diese historischen Figuren ihre Alltagsorgen und Probleme gehabt hätten. Und ich gehe mit der Zuversicht in die nächste schlaflose Nacht, das alles einmal vorbeigeht und die Dinge sich wieder normalisieren werden.

 

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!

 

 

 

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