Madness takes its toll – Wie Alles Begann

Sätze wie „Das glaubt Dir ja Keiner!“ oder „Das solltest Du unbedingt Mal aufschreiben.“ haben mich zu diesem Blog inspiriert oder sollte ich lieber sagen angestiftet.

Ihr seht: selber schuld!

„Madness takes ist toll“ heisst frei übersetzt „Wahnsinn fordert seinen Tribut“.

Ja, dem kann ich nur zu stimmen! Mit der Geburt der Ersten Tochter waren wir frisch gebackene Eltern, überglücklich das Wunschkind endlich gesund in den Armen zu halten.

Die zahnenden Tage und die durchwachten Nächte ließen uns endlich Sinn in den Warnungen Guter Freunde (bereits mit Kindern) erkennen, aber da war es schon zu spät.

Bye bye Luxus-Leben-mach-was-Du-willst. Nun heisst es cool bleiben und durch.

16 Monate später kam unsere Zweite Tochter zur Welt und wir waren überglücklich nun zwei gesunde und muntere Mädels zu Hause zu haben. Die durchzechten Nächte mit (Baby-) Flasche im einen und schreiendem Kind im anderen Arm kannten wir ja nun schon. Alles halb so schlimm und irgendwie machbar, also beschlossen wir das ein Drittes Kind das Leben nur weiter bereichern kann. Also kam nun gleich Mäderl Nummer Drei hinterher. Ich glaube nun sind wir komplett. Drei Kinder in drei Jahren. Selbst ich und mein Mann scheinen nun erst einmal geheilt vom Kinder kriegen.

Kinder sind was Wunderbares und bereichern unser Leben, aber sie können einen auch an Grenzen treiben die man vorher von sich selber nicht kannte. Sei es Erschöpfung, Mut, Schlafentzug, Nervenstärke, Wut oder auch Liebe! Kinder lassen uns wachsen, oft über uns hinaus.

Inspiriert vom viel geliebten Songtext „Time Warp“ aus der Rocky Horror Picture Show (E.A. Smith) stammt nun der Name für diesen Blog. Ich liebe diesen Song, erinnert er mich doch an Zeiten grenzenloser Freiheit, bevor ich Mutter, Ehefrau oder Putzteufel wurde.

Bei vielen unzähligen Gelegenheiten habe ich bei diesem Lied mit geträllert und gegrölt. Nun als dreifach Mutter interpretiere ich den Liedtext ganz neu und anders als früher, Warum wohl?

Wenn ich mal wieder mit einem zahnenden Engel auf dem Arm des Nachts meine Runden um den Esstisch wandere summe ich gerne vor mich hin, es müssen ja nicht immer nur Kinderlieder sein.

Und somit singe ich: „It’s astounding; Time is fleeting; Madness takes its toll. But listen closely…Not for very much longer. I’ve got to keep control…..klingt in der Situation ganz vertraut. Weiter geht’s: I remember doing the time-warp, Drinking those moments when the Blackness would hit me…..“, Ja, kann ich jetzt auch was mit anfangen (drehe gerade meine fünfunddreißigste Runde um den Esstisch)…..

It’s so dreamy, oh fantasy free me. So you can’t see me, no, not at all. In another dimension, with voyeuristic intention, ………

Ich träume von Partys, vergangenen Tagen ohne Kind auf dem Arm. Ach, ich seufze und wandere weiter….. „With a bit of a mind flip, You’re into the time slip. And nothing can ever be the same. You’re spaced out on sensation. Like you’re under sedation.“…. da steckt ja so viel Wahrheit drin!

Ich komme zu der Textzeile „Well I was walking down the street, just a-having a think. When a snake of a guy gave me an evil wink. He shook-a me up, he took me by surprise. He had a pickup truck, and the devil’s eyes.“….. Ich erinnere mich an den Moment als ich meinen Mann traf… „He stared at me and I felt a change. Time meant nothing, never would again. Let’s do the time-warp again…….“

So war das also! Das Kind auf meinem Arm ist endlich eingeschlafen. Ich stapfe zurück zum Bett, kuschel mich an meinen „Teufelskerl“ und schlafe beseelt ein.

Am nächsten Morgen reißt mich das helle Stimmchen einer meiner Töchter aus dem Schlaf und katapultiert mich zurück in die Realität: „MAMA; HUNGER; JETZT!“.

Okay, okay ich komme ja schon. Ja ja, „time is fleeting, madness takes its toll“.

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